Hausratinventarvon Tecki · Werkzeug zum Erfassen deines Eigentums
Praxis-Leitfaden

Hausratinventar erstellen und Eigentum richtig dokumentieren

Ein Hausratinventar erstellst du, indem du deinen Besitz Raum für Raum erfasst: pro Gegenstand Bezeichnung, Kategorie, Kaufdatum, Wert und nach Möglichkeit Beleg, Seriennummer und ein Foto. Halte besonders Wertsachen und Elektronik sorgfältig fest, rechne die Werte pro Raum zusammen und sichere die Liste ausserhalb der Wohnung. So hast du im Schadenfall einen lückenlosen Nachweis.

Nach einem Einbruch, Brand oder Wasserschaden zählt vor allem eines: Was hattest du, was war es wert, und kannst du es belegen? Dieser Leitfaden fasst zusammen, wie du dein Eigentum so festhältst, dass die Versicherung im Ernstfall nicht raten muss.

Im Alltag denkt kaum jemand daran, den eigenen Besitz aufzulisten. Genau dann, wenn es darauf ankommt (Einbruch, Brand, Wasserschaden, manchmal auch ein Umzug), soll man plötzlich aus dem Kopf aufzählen, was alles in der Wohnung war und was es gekostet hat. Das gelingt fast nie vollständig, und fehlende Posten bedeuten im Schadenfall oft fehlende Entschädigung. Die gute Nachricht: Mit einer einmal sauber angelegten Liste lässt sich das vermeiden.

Warum ist ein Hausratinventar so wichtig?

Weil im Schadenfall die Beweislast bei dir liegt. Wer nach einem Einbruch oder Brand eine vollständige, glaubwürdige Liste vorlegt, bekommt erfahrungsgemäss schneller und reibungsloser eine Entschädigung als jemand, der den Verlust aus dem Gedächtnis schätzt. Ein Inventar schützt dich auch davor, einzelne Gegenstände schlicht zu vergessen, gerade die vielen kleineren Dinge, die sich in der Summe läppern. Es ersetzt keine Versicherungsberatung, aber es gibt dir eine geordnete Grundlage statt Erinnerungslücken.

Wie gehe ich beim Erfassen vor: Raum für Raum?

Geh die Wohnung systematisch Raum für Raum durch, statt wahllos anzufangen. Nimm dir einen Raum vor, erfasse alle nennenswerten Gegenstände und geh dann zum nächsten. Vergiss Stauräume nicht: Keller, Estrich, Garage, Schränke und Schubladen. So entsteht ein vollständiges Bild, und du musst dich nicht später fragen, ob ein Zimmer komplett ist.

Tipp: Beginne mit den Wertsachen und der Elektronik (Schmuck, Uhren, Laptop, Kamera, Fernseher). Das sind im Schadenfall die teuersten Posten, und genau dort lohnt sich die sorgfältigste Erfassung.

Welche Angaben gehören zu jedem Gegenstand?

Zu jedem Eintrag gehören ein paar Kernangaben, damit er im Schadenfall belastbar ist: Bezeichnung, Kategorie, Kaufdatum und Wert. Bei wertvollen Stücken kommen Seriennummer und ein Hinweis auf den vorhandenen Beleg dazu. Je konkreter die Angabe, desto weniger Spielraum für Rückfragen.

Inventar-Vorlage zum Übernehmen

Diese Felder gehören in jeden Eintrag. Du kannst sie direkt in eine Tabelle oder ein Dokument übernehmen:

  • Raum (z. B. Wohnzimmer, Keller)
  • Bezeichnung mit Marke und Modell (z. B. Fernseher Samsung 55 Zoll)
  • Kategorie (Elektronik, Möbel, Schmuck, Kleidung, Küche, Hobby, Sonstiges)
  • Kaufdatum und, falls bekannt, der Kaufpreis
  • Wiederbeschaffungswert (Neuwert), also der heutige Neupreis
  • Seriennummer bei Elektronik und Geräten
  • Beleg: Verweis auf Rechnung, Garantieschein oder Foto (Dateiname)

Musterformulierung für einen Eintrag

Wohnzimmer, Fernseher Samsung 55 Zoll, Kategorie Elektronik. Gekauft 03.2024 für 890 CHF, Wiederbeschaffungswert rund 850 CHF. Seriennummer ABC123456. Beleg: 2024-03-12_rechnung_tv.pdf, Foto: 2026-06-23_wohnzimmer_tv.jpg.

Wie belege und fotografiere ich meinen Besitz richtig?

Ein Foto und ein Beleg machen aus einer Behauptung einen Nachweis. Bewährt hat sich:

Praktisch als Ergänzung: ein kurzes Rundgang-Video durch jeden Raum, bei dem du Schränke und Schubladen öffnest. Es ersetzt das Inventar nicht, hilft aber, im Schadenfall nichts zu übersehen. Wie deine Police den Schaden bemisst und welche Nachweise sie verlangt, klärst du mit deiner Versicherung.

Wie halte ich das Inventar aktuell?

Ein Inventar ist nur so gut wie sein letzter Stand. Ergänze Neuanschaffungen zeitnah, am besten gleich beim Kauf, solange Beleg und Preis griffbereit sind, und streiche, was du ausgemustert hast. Eine kurze jährliche Durchsicht reicht, um die Liste verlässlich zu halten. So vermeidest du, dass teure Neukäufe im Ernstfall gar nicht erfasst sind.

Wo und wie sichere ich das Inventar gegen Verlust?

Die wichtigste Regel: nicht nur in der Wohnung. Ein Inventar, das bei Brand oder Diebstahl zusammen mit dem Hausrat verloren geht, nützt im Ernstfall nichts. Lege darum eine Kopie ausserhalb der Wohnung ab, etwa auf einem Stick an einem anderen Ort, bei einer Vertrauensperson oder in einer privaten Cloud. Sichere Liste, Fotos und Belege gemeinsam, damit im Schadenfall alles beieinander ist.

Checkliste: Ist mein Inventar bereit für den Schadenfall?

Bevor du dich darauf verlässt, geh diese Punkte durch:

Womit dokumentiere ich am besten: Zettel, Excel oder App?

Am besten mit der Methode, die du wirklich durchhältst und die am Ende sauber auswertbar ist. Jede Variante hat ihre Tücken. Handschriftliche Listen gehen verloren und lassen sich schwer aktualisieren. Eine Excel-Tabelle ist besser, wird aber schnell unübersichtlich, sobald Räume, Werte, Seriennummern und Foto-Verweise zusammenkommen, und die Summen pro Raum musst du selbst pflegen. Wichtig ist vor allem, dass das Erfassen so einfach ist, dass du es durchziehst, und dass am Ende eine saubere, druckbare Zusammenstellung herauskommt.

Ein Werkzeug, das genau das abnimmt

Aus genau diesem Bedarf ist das Hausratinventar entstanden: ein schlankes Werkzeug, das deinen Besitz mit Raum, Kategorie, Wert, Seriennummer und Foto-Verweis an einem Ort erfasst, die Werte pro Raum und Kategorie zusammenrechnet und auf Knopfdruck eine druckfertige Inventarliste für die Versicherung erstellt. Es läuft komplett lokal auf deinem Gerät, ohne Cloud, ohne Konten.

Das Erfassen, das Auswerten und der druckfertige Export sind interaktiv: Sie funktionieren erst, wenn du das Werkzeug öffnest und deine eigenen Gegenstände eingibst. Einen Eindruck, wie das aussieht, bekommst du, wenn du dir das Hausratinventar direkt ansiehst.

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Einmaliger Kauf, sofortiger Download. Dokumentationshilfe, ersetzt keine Versicherungsberatung.

Häufige Fragen

Wie erstelle ich ein Hausratinventar für die Versicherung?

Geh systematisch Raum für Raum vor und erfasse pro Gegenstand Bezeichnung, Kategorie, Kaufdatum und Wert. Untermauere wertvolle Stücke mit einem Foto, dem Kaufbeleg und der Seriennummer. Rechne die Werte pro Raum zusammen und bewahre die Liste ausserhalb der Wohnung auf.

Welchen Wert trage ich ein, Neuwert oder Zeitwert?

Schweizer Hausratversicherungen entschädigen in der Regel zum Wiederbeschaffungswert (Neuwert), also dem heutigen Neupreis. Notiere darum den Wiederbeschaffungswert und, wenn vorhanden, den ursprünglichen Kaufpreis mit Datum. Wie deine Police den Schaden bemisst, klärst du mit deiner Versicherung.

Brauche ich für jeden Gegenstand einen Kaufbeleg?

Nicht für jeden, aber für wertvolle Stücke wie Elektronik, Schmuck oder Möbel sind Belege sehr hilfreich. Wo der Beleg fehlt, helfen ein Foto, die Seriennummer und eine nachvollziehbare Wertangabe. Bewahre vorhandene Originale wie Rechnungen und Garantiescheine zusammen mit dem Inventar auf.

Wo bewahre ich mein Hausratinventar am besten auf?

Nicht nur in der Wohnung, denn ein Inventar, das bei Brand oder Diebstahl mit verloren geht, nützt im Ernstfall nichts. Sichere eine Kopie ausserhalb der Wohnung, etwa auf einem Stick an einem anderen Ort oder in einer privaten Cloud, und halte die Liste aktuell.

Hinweis: Dieser Leitfaden ist eine allgemeine, praxisorientierte Hilfe und ersetzt keine Versicherungs- oder Rechtsberatung. Welche Nachweise im Schadenfall verlangt werden und wie ein Schaden bemessen wird, hängt von deiner Police und vom Einzelfall ab. Für deine konkrete Situation wende dich an deine Versicherung.